Termine

Geplante Veranstaltungstermine 2018

15. Dezember:

10. Jahresabschluss-Feier mit Nikolaus

(25 Jahre – Blickpunkt)

 

 

Geplante Veranstaltungstermine 2019

 

16. März

Kulturtag in Osnabrück

 

 

28. November –  01. Dezember

Gruppenreise mit Bus nach Brüssel EUD

und Weihnachtsmarkt

 

 

Termin noch offen: 

10 Jahre Kugepu in Paderborn

Flughafen in Paderborn/Lippstadt

Führung und Rundflug

-KUGEPU-

Jahresarchive: 2011

Jahresabschlussfeier am 11.12.11 – 2. ordentliche Mitgliederversammlung und Jahresabschlussfeier im Hotel Aspethera in Paderborn

Da am 11. Dezember 2011 beide Veranstaltungen an einem Tag zusammengelegt wurden, hing damit zusammen, weil Kugepu am 08. Oktober eine große Veranstaltung hatte und daher musste alle verfügbaren Kräfte gebündelt werden, so dass diese Veranstaltung erfolgreich durchgeführt wurde. Gleichzeitig auf die Mitgliederver- sammlung vorbereiten zu können, war aus zeitlichen Gründen nicht möglich gewesen. Doch diese Zusammenverlegung hatte den Vorteil, dass die Mitglieder von nah und fern nicht zweimal hin und her fahren mussten. Zur 2. ordentlichen Mitgliederversammlung mit Wahlen waren 19 stimmberechtige Mitglieder und 6 Gäste gekommen, die um 09.30 Uhr angesetzt wurde. Für sie gab es kleines Frühstück (halbe Brötchen und Kaffee sowie Wasser). Der neue Vorstand und die Beisitzer wurden für zwei Jahren neugewählt und setzt sich wie nachstehend zusammen: Vors. Alexander Arzberger (wiedergewählt), stlv. Vors. Ralf Kirchhoff (wiedergewählt), Kassierer Waldemar Wenzel (neugewählt), Schriftführerin Tanja Aukam (neugewählt) Beisitzer mit festen Aufgaben sind wie nachstehend gewählt: „Mitarbeit für Veranstaltungen“: Tanja Aukam, Inna Arzberger, Elisabeth Brockmann und Simone Fischer; „Unterstützung des Kassierers“: Valentin Schmitt; „Blickpunkt- Arbeit / Internetpräsenz“: Gisela Büker, Jens Gebert, Torsten Möller, Valentin Schmitt und Waldemar Wenzel. Verantwortlich im Sinne des Presserechts (V.i.S.d.P.) für das Magazin Blickpunkt ist weiterhin Alexander Arzberger bestimmt worden. Für die Kassenprüfung wurden Beatrice Müller und Klaus Büker neugewählt. Der neugewählte Vorstand bedankte sich für die Wahl und hatte Thomas Geisbrecht nicht vergessen und ihn für seine wertvolle Arbeit im Verein ausdrücklich bedankt. Denn ohne ihn wäre die Vereinsgründung ohne fremde Hilfe nicht möglich gewesen. Er war an allen wichtigen Entscheidungen beteiligt gewesen und die Satzung wesentlich mitgestaltet. So gegen 12.30 Uhr ging die Versammlung zu Ende und im Anschluß begann die Jahresabschlußfeier zusammen mit 36 Personen. Es gab leckeres vielseitiges Büffet zur Auswahl. Nach dem Essen machten sie eine Pause bis 15.30 Uhr, die sie nutzen konnten für einen Spaziergang zum Weihnachtsmarkt am Dom in der Stadt. Danach ging es gemütlich mit dem Kaffee und Kuchen weiter. Mit „Ho ho ho“ und lautem Stock kam der geheimnisvolle Nikolaus und sofort war es still im Raum. Die Kinder starrten mit Ehrfrucht den Nikolaus an, der mit Lob und Tadel an Kindern verteilte. Aber trotzdem waren acht anwesenden Kinder sehr froh über die Weihnachtsbescherung. Abschließend wünschte der Vorstand allen Anwesenden ein besinnliches Weihnachtsfest und eine gute Heimfahrt.

Thomas Geisbrecht

Fahrt zum 5. Deaf History-Treffen vom 25. bis 26. November 2011 in Berlin

Alexander Arzberger ist zunächst am 25. November mit seiner Frau und seinem Sohn Mika nach Berlin gefahren, um dort das 5. Deaf History-Treffen zu besuchen. Die Bereichsleitung Deaf History der KuGG hat dieses Treffen vor allem zum Gedenken von Jochen Muhs veranstaltet, der genau vor einem Jahr gestorben ist. So begann um 13 Uhr das Treffen mit dem Besuch des Grabes von Jochen Muhs auf dem Friedhof Tegel. Das Grab ist schön hergerichtet. Wir ehrten ihn zum 1. Todestag. Wir fuhren zum Gehörlosenzentrum in der Friedrich-strasse. Dort eröffnete um 16 Uhr Helmut Vogel das Treffen. Durch die an beiden Tagen abgehaltenen Vor- trägen zieht sich ein roter Faden: Jochen Muhs war immer aktiv oder hatte wertvolle Vorschläge gegeben. In der

Gedenkstunde am darauffolgenden Tag werde ich noch darauf kommen. Den ersten Vortrag hielt Wolfgang F. Schmidt, langjähriger Sozialpädagoge an der Hörbehindertenschule in Hamburg und Freund von Jochen Muhs, vor kurzem als stellvertretender Bereichsleiter für Deaf History in der KuGG gewählt, zum Thema: „Anfangszeit der Gebärdensprachbewegung in den 70er und 80er Jahren“. Bereits 1971 gründete sich die Aktionsgruppe 71 – mit dem Ziel, Veränderungen in der Gehörlosengemeinschaft und in der Landschaft der oralistisch geprägten Gehörlosenschulen erwirken zu lassen. Dank der 68er Protestbewegung ist es den Mitgliedern dieser Gruppe nämlich erstmals bewusst geworden, ihre gesellschaftlichen Probleme (autoritäre Taubstummenlehrer, Helfer- syndrom der Gehörlosendolmetscher etc.) in die eigene Hand nehmen zu müssen. Den Kampf zum gemeinsamen Ziel der politischen Anerkennung der Deutschen Gebärdensprache hat Jochen Muhs miterkämpft. Im nächsten Vortrag von Jon Martin Brauti, Dozent in der Fakultät der Volkshochschule in Aal/Norwegen und Beisitzer im DHI-Präsidium, handelt es sich um die „Auswanderung der tauben Menschen von Norwegen nach Nordamerika von 1825 bis 1955“. Er hat für mehrere Jahre ein Forschungsprojekt zu diesem Thema betrieben. Mit Erfolg fand er einige Aufzeichnungen von tauben, norwegischen Migranten in Amerika und Norwegen. Ihn interessierte jede Lebensgeschichte. Dem KuGG ist er schon bekannt, weil er mit einem Vortrag über Carl Werner, einen bekannten Deutsch-Norweger, bei einem Treffen in Leipzig teilgenommen hat. Der Abschlussdiskussion folgten ein Abendessen und der darauffolgende Jubiläumsabend, in dem Deaf History International (DHI) sein 20-Jähriges Bestehen feiern konnte. Zu Beginn dieses Abends stellte Odd-Inge Schröder, Professor für die Abteilung der Behindertenpädagogik an der Universität Oslo und DHI-Präsident von 2000 – 2006, die Deaf History-Bewegung vor. Er trug über die Ideen, Unternehmungen sowie Aktivisten dieser Bewegung, darunter auch Jochen Muhs, vor. Danach redete Peter Jackson aus England, derzeitiger DHI-Präsident zum 20-Jährigen Jubiläum. In der internationalen Deaf History-Szene machte er sich durch die Veröffentlichung verschiedener Schriften bekannt. Auch Deaf History Deutschland ist 15 Jahre alt geworden. Helmut Vogel aus Frankfurt/Main, Bereichsleiter der Deaf History, erzählte über die Entwicklung der Deaf History Deutschland von 1996 bis heute, sie war 5 Jahre eigenständig, bis sie 2001 mit dem Kulturverein vereinigt wurde und seit 2007 als ein Bereich eingerichtet ist. Zum Schluss stellten sich in einer Podiumsdiskussion noch andere Deaf History-Vereinigungen aus Norwegen, Schweden, Großbritannien und Polen vor. So klang der schöne und informationsreiche Jubiläumsabend aus. Am nächsten Tag kam Ralf Kirchhoff zum Gehörlosenzentrum. Diesen Tag begann Helmut Vogel mit einem Vortrag über Medizinverbrechen (Zwangssterilisation/“Euthanasie“) in der NSZeit. Diese Verbrechen geschahen an kranken und behinderten Menschen. Von 1934 bis 1945 wurden etwa 350.000 Menschen zwangssterilisiert, darunter etwa 16.000 taube Menschen. Von 1940 bis 1941 wurden etwa 70.000 psychisch kranke und geistig behinderte Menschen, darunter etwa 1600 taube Menschen, aus den Heil- und Pflegeanstalten im ehemaligen deutschen Reich in 6 extra eingerichteten Gasmordanstalten umgebracht. Bis 1945 wurden zusammen etwa 300.000 Menschen bei verschiedenen „Euthanasie“-Aktionen ermordet. Interessant war die Information, dass das in den Gasmordanstalten erstmals verwendete Giftgas Zyklon B auch massenhaft in Konzentrationslagern eingesetzt wurde. Die ganze „Euthanasie“-Organisation wurde in der „Zentrale“ an der Tiergartenstrasse 4 in Berlin abgewickelt, von den NS-Tätern als die „T4“ verschleiernd genannt. Um die Erinnerung daran wachzurufen, hat sich Jochen Muhs seit 2010 am seit 2007 existierenden Runden Tisch T 4 in Berlin für den DGB/KuGG beteiligt. Dies möchte Helmut Vogel als sein Nachfolger und T4-Beauftragter für den Deutschen Gehörlosenbund weiterhin in die Tat umsetzen. Im nächsten Vortrag redete Tomasz Swiderski, Mitarbeiter im Institut für die Gehörlosen und Dozent für Deaf History bei Aufbaustudium der polnischen Gebärdensprache an der Universität in Warschau, über das Leben und Wirken von Joseph George Rogowski (1871-1933), der sich sehr viel für polnische Gehörlose in verschiedenen Ämtern einsetzte. Bereits zu Beginn seines Erwerbslebens drang er hartnäckig mit Erfolg darauf, in der Verwaltung zu arbeiten, was den Gehörlosen normalerweise verwehrt wurde. Er lernte einige Sprachen, was für ihn bei Kontakten mit anderen Ländern und bei Besuchen bei folgenden internationalen Kongressen der Gehörlosen (Paris 1912, Prag 1928, Lüttich/Liège 1931 und beim All-Russischen Kongress in Moskau 1916) von großem Vorteil war. Der weitere Vortrag von Peter Jackson, der den erkrankten Referenten John Hay vertreten hatte, zeigt die Ergebnisse der Studienreise von John Hay zu den Deaf Archives und Museen in Europa, USA und Kanada im Herbst 2006. Die Studienreise wurde von dem Churchill Memorial Trust, einer wichtigen Stiftung in Großbritannien, gefördert. Diese Forschung beschreibt, wie diese bedeutenden Stätten für die Gehörlosenkultur erhalten und finanziert werden. Die Präsenz der Deaf Archive und Museen hebt das sozio-kulturelle Modell der Taubheit, nicht das medizinische Modell, besonders hervor und ermöglicht, dass die Gesellschaft die Aktivitäten der Gehörlosen-gemeinschaften und Einzelpersonen würdigt. Dazu würdigte Helmut Vogel die Einrichtung eines Archivs und Museums von der British Deaf History Society in der anschließenden Diskussion, weil es nicht leicht wegen finanziellen Mitteln ist. Die KuGG konnte aus finanziellen Gründen die Einrichtung eines Gehörlosenmuseums nach der Idee von Lothar Scharf in Deutschland nicht unterstützen. Inzwischen ist das bereits mit der Unter-stützung der Gehörlosen- und Schwerhörigenstiftung in Frankfurt eingerichtet. Auch Hauke Hagedorn, aus Deutschland stammend und in Malmö/Schweden lebender 2. Vorsitzender der Deaf History- erzählt von den Möglichkeiten der Deaf History- Bewegung in Schweden. Nach einer Mittagspause, in der man die vielfältigen Informationen verarbeiten konnte, begann nun die Gedenkstunde mit tauben Dolmetschern, zu der auch Birgit Muhs, die Witwe von Jochen Muhs und ihre Tochter kamen. Jon Brauti zeigte mehrere schöne Bilder von der Reise nach Norwegen, die Jochen Muhs selber erstellt hat, und sagte über ihn, dass er seine Forschungen in Norwegen durch den Hinweis auf Carl Werner bereichert hätte. Einige Mitgefährten von Jochen Muhs konnten nicht kommen und schickten daher eine Videorede. Karl-Werner Broska, Präsident des Deutschen Gehörlosen-sportverbandes, erzählte über Jochen Muhs, dass er sehr lange im Sport aktiv war und den Gehörlosen- sportverband Berlin-Brandenburg mitbegründet hatte. Sabine Fries und Jens Heßmann bedankten sich in einer Powerpoint-Präsentation herzlich bei Jochen Muhs. Er hätte die beiden zueinander geführt und wäre somit ihr Heiratsvermittler. Er hätte unter anderem die Gebärdensprachforschung auf die Beine gestellt. Er sei sehr aktiv in vielen Bereichen gewesen. Auch wenn er schon viele Jahre in Tegel lebt, sei er durch und durch Kreuzberger. Denn in diesem Stadtteil, in dem er geboren war, arbeitete er bis zum Ruhestand und bekam vielfältige Anregungen zu neuen Ideen. In einer weiteren Videopräsentation bedauerte der Präsident des Deutschen Gehörlosenbundes, Rudi Sailer, dass er nicht kommen konnte. Aber er vergaß Jochen Muhs nie, dass er gesagt hatte, Gebärdensprache soll Weltkulturerbe werden. Peter Jackson war sehr froh über die tatkräftige Unterstützung von Jochen Muhs, der jahrelang im DHI-Vorstand war. Diesem stimmten Wolfgang Schmidt, der immer noch sprachlos über seinen Tod ist, und Helmut Vogel zu, für den der Tod zum Leben gehört, aber der geistige Austausch mit Jochen Muhs bleibt ihnen für immer unvergesslich. Auch die Eheleute Lipowski konnten Jochen Muhs nicht vergessen. Er hat sie gebeten, das Gehörlosenzentrum mit Kunst zu verschönern. Sylvia Knörzer erzählte, wie Jochen Muhs sie gebeten hat, sich über die Usher-Krankheit zu informieren und seine usherkranke Frau zu betreuen. Schließlich kam nach vielen Gedenkreden Thomas Zander auf die Bühne und hielt ein langes Laudatio über Jochen Muhs: Nach dem Mauerfall hätte Gunter Puttrich-Reignard ihn kennen gelernt und ihm vorgeschlagen, seinen „Papa“ zu besuchen. Dieser (Jochen Muhs) hätte ihn sozusagen aus dem Untergrund zur Gebärdensprachforschung geholt, da man waschechte gehörlose Berliner vor der Kamera haben wollte. Es sei wirklich ein echter Verlust des Standbeins für Berliner Gehörlosen. Denn er hätte außer Gunter Puttrich-Reignard noch andere Gehörlose dazu geholt, an der weiteren Entwicklung der Berliner Gehörlosengemeinschaft mit zu wirken. Er hätte wirklich viele Wünsche in die Tat umgesetzt. WennProbleme auftauchten, sagte er immer gemäß Bismarck, „Ruhe ist die erste Bürgerpflicht“. Da der Saal, in dem wir die Gedenkstunde abhielten, schon auf „Eduard-Fürstenberg-Saal“ geweiht wurde, wolle der Gehörlosenverband Berlin den Archivraum ab jetzt nunmehr auf „Jochen-Muhs-Archivraum“ einweihen. Gemeinsam ging Thomas Zander mit dem Vorstand von KuGG und DHI zum Archivraum, um dort offiziell die Einweihung vorzunehmen. Mit weiteren schönen Abschlussreden klang das 5. DH-Treffen aus.

Alexander Arzberger und Ralf Kirchhoff

Bilder:

Ein ganz besonderer Tag für Paderborn Kathrin Schrocke und Kerstin Mackevicius sind in Paderborn und lesen aus dem Jugendbuch „Freak City“

Nach einem Jahr Planung war es am 11.11.2011 endlich soweit: Die Lesung von „Freak City“ war ein besonderes Ereignis für Paderborn im Hinblick auf Inklusion und gemeinsame Teilhabe. Es war eine Lesung für Hörende und Hörgeschädigte, denn das Jugendbuch wurde sowohl in Lautsprache als auch in Deutscher Gebärdensprache vorgestellt. Kathrin Schrocke, die Autorin des Buches, las in Lautsprache und die Co-Autorin Kerstin Mackevicius gebärdete den Text. Die Idee zu der Lesung hatten wir bei einem unserer ersten Stammtische im Jahr 2010, als ich nach einem Treffen mit Kathrin Schrocke in Berlin das Buch „Freak City“ vorstellte. Die Idee wurde von Claudia Bürger, Fachbereichsleiterin der Volkshochschule Paderborn, und der Buchhandlung Linnemann Paderborn umgesetzt, der Gebärdensprachstammtisch Paderborn war Mitveranstalter. Die Veranstaltung war ein großer Erfolg, bereits im Vorfeld wurden über 80 Karten verkauft und auch an der Abendkasse gab es rege Nachfrage. Bis auf wenige Plätze war der große Saal im Historischen Rathaus ausverkauft. Frau Linnemann sagte, dass eine solche Veranstaltung in Paderborn noch nie stattgefunden habe. In der Diskussion zum Abschluss der Lesung kamen Hörende und Hörgeschädigte mit den Autorinnen ins Gespräch. Die Gebärdensprachdolmetscherin Sandra Hoppe aus Bielefeld hatte einiges zu tun. Es wurde deutlich, dass sich alle BesucherInnen weitere derartige Veranstaltungen in Paderborn wünschen, da sie den Ideen der UN-Konvention für Menschen mit Behinderung und den Grundideen der Inklusion gerecht werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Öffentlichkeit und die Stadt Paderborn von dem Erfolg dieser Veranstaltung gehört haben und es

in Zukunft ein breites Angebot im Hinblick auf integrative und inklusive Veranstaltungen in Paderborn geben wird. Denn sonst käme die Stadt Paderborn den Forderungen nach Barrierefreiheit im Hinblick auf kulturelle Veranstaltungen nicht nach. Nur wenn diese gewährleistet wird, können wir miteinander ins Gespräch kommen, voneinander lernen und an einer Gesellschaftsstruktur arbeiten, die ohne Ausgrenzungen von Menschen mit Behinderung bestehen kann.

Sarah-Luise Weßler

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Evangelische Theologie, Universität Paderborn

4. Westfälische Kultur- und Sportgala am 8. Oktober 2011 in Paderborn

Monatelange Vorbereitungen durch den Verein Kugepu e. V. und seine fleißigen zahlreichen Helfer waren das Ergebnis dafür, dass die 4. Westfälische Kultur- und Sportgala (KSG) nach 5 Jahren zuletzt in Münster endlich am 8. Oktober 2011 in der Paderhalle in Paderborn stattfinden konnte. Es kamen fast 200 Personen in festlicher Kleidung hin. Zunächst fand am Nachmittag gleichzeitig mit dem Einlass die Ausstellung von verschiedenen Werken der gehörlosen Künstler sowie von Produkten der Hersteller, z. B. TeSS, statt. Viele unterhielten sich sehr angeregt und konnten den Beginn der Gala nicht mehr erwarten. Bis dahin konnten sie sich mit leckeren Gerichten stärken. Pünktlich um 20 Uhr kamen 5 Mönche mit umhüllten Köpfen auf die Bühne. Es kamen Gesichter der Organisatoren zum Vorschein: Alexander Arzberger, Ralf Kirchhoff, Torsten Möller, Elisabeth Brockmann und Simone Fischer. Die Mönchskleidung weist auf die Anfänge der Geschichte von Paderborn hin, informiert Alexander Arzberger, 1. Vorsitzender, bei der Begrüßung. In Vertretung für den Bürgermeister kam Herr Liekmeier, Behindertenkoordinator der Stadt Paderborn auf die Bühne und sagte mit der Unterstützung von Ralf Kirchhoff, 2. Vorsitzender, sowie Gebärdensprachdolmetscher von der Firma Schwabeland einige Grußworte. Für den sportlichen Teil waren dann Günter Fressmann und Inna Arzberger als Moderatoren zuständig. Trotz der geringen Anmeldung der Vereine aus ganz Westfalen-Lippe bekamen einige fleißige und begabte Sportler die Ehrung in Form eines Händepaares, das die Gebärde „Sport“ symbolisiert. Sheila Schlechter (GSV Herford) wurde für ihre Schwimmleistungen als beste, jugendliche Sportlerin geehrt. Das gilt auch dann für ihren Bruder Tayfun Schlechter vom GSV Herford (Schwimmen und Leichtathletik). Ihre Mutter Sabine Schlechter (ebenfalls GSV Herford) gewann in der Abstimmung des Komitees der KSG knapp vor Fatma Alkan (GSV Bielefeld) den KSG-Ehrungspreis für ihre herausragenden Leistungen im Schwimmen. Bei den männlichen Sportlern hatte Olaf Probst von der Bowlingabteilung des GSC Paderborns einen großen Vorsprung vor Frank Herzer (GSV Münster) und Jan Brandenburg (GSV Paderborn). Sehr erfreut erhielt er den Preis in die Hände. Von vielen Vereinen war GSV Bielefeld sportlich gesehen der fleißigste und reichste an Sportehrungen. Allein 3 Abteilungen (Damen-Basketball, Senioren-Fußball, Golf) standen zur Auswahl. Die Golfabteilung bekam die meisten Stimmen. Jörn Wehmeier nahm den Preis stellvertretend für seine Mannschaft in Empfang.

Als Abwechslung für die Augen, die nur Preise gesehen haben, kam Tobias Kramer, erfolgreicher Teilnehmer des Supertalent- Shows 2010 und gehörloser Tänzer aus Coesfeld, auf die Bühne. Mit seiner Einlage begeisterte er die Zuschauer. Für den Teil der Ehrung für die besten Familienaktivitäten übernahmen Simone Fischer, Inna Arzberger sowie Alexander Arzberger die Moderation. Zur Auswahl standen GSV Recklinghausen, GSC Paderborn und GSV Bielefeld. Die meisten Stimmen in der Auswertung durch das Komitee bekam der Kükenclub vom GSV Bielefeld. Nicole Fressmann war gerührt, als sie den Preis empfing. Sie sagte, dies sei die Motivation zum Weitermachen. Vor der Pause belustigte die Theatergruppe aus Hamburg die Zuschauer mit einem Stück über das Waschpulver „Susi“. Darin soll eine ältere Frau für das Waschpulver werben, aber sie sprach immer wieder von völlig anderen Sachen. In der Pause gab Tobias Kramer eine Autogrammstunde, in der schnell eine sehr lange Schlange von wartenden Fans entstand. Simone Fischer und Jürgen Schlechter moderierten dann die Kulturehrungen, die eine Form der gebärdenden Hände darstellten. Völlig für Tobias Kramer überraschend: Er erhielt den Kulturpreis dafür, dass er sehr viel für uns Gehörlosen in der Öffentlichkeit getanzt hat. Auch fleißige, langjährige Gebärdensprachdozenten aus Westfalen-Lippe sollten nicht vergessen werden. Alexander Arzberger (Verl) bekam mehr Stimmen als Ralf Kirchhoff (Oelde) und Martin Koppe aus Münster. Dennoch schenkte er Martin Koppe den Preis, was diesen völlig überraschte. Er erzählte, dass er unter anderem die Studenten in der Universität und die Eltern der Kinder von der Förderschule in Münster unter-richtete. Die Sonderehrung des KSG-Abends erhielten Sabine Schlechter und ihre Tochter als beste gehörlose Künstler. Nach diesem freudigen Preisempfang ließen die Moderatoren die überraschte Valentina Ebmeyer aus Hamburg holen. Sie hatte die meisten Bilder bei der Ausstellung gezeigt. Dafür wurde sie auch geehrt. Auch Kerstin Reiner wurde für ihre öffentliche Darstellung der Gehörlosenkultur in der Deutschen Gehörlosenzeitung geehrt. Sie bedankte sich und sagte, dadurch sei sie weiter für ihre Öffentlichkeitsarbeit für Gehörlose motiviert. Danach zeigte Tobias Kramer wieder seine Tanzeinlagen. Nun kam als Moderatorin für die Misswahlen Gisela Büker aus Herford auf die Bühne. Sie forderte alle attraktiven und gut gekleideten Damen dazu auf, sich zu kandidieren. Daraufhin stellten sich überraschenderweise mehr als 20 Damen zur Wahl, auch sogar darunter die jüngste, Sheila Schlechter. Diese gingen auf der Bühne umher und zeigten ihre Nummern. Die Zuschauer schrieben die Nummern der ihnen am besten erscheinenden Kandidatinnen auf Zetteln und gaben diese ab. Um die Wartezeit bis zur Bekanntgabe der Miss Deaf zu überbrücken, zeigten die Theatergruppe aus Hamburg mit den Stücken „Meine schöne Stadt“ und „Skulptur“ und schließlich die Theatergruppe aus Köln mit einem Stück „Kaugummi“. Dann erfolgte eine kurze Pause. Danach informierte Jürgen Schlechter, dass es nicht klar geworden sei, wo die nächste Kultur- und Sportgala sein wird. In 3 Jahren soll es wahrscheinlich in Herford sein, wenn sich kein anderer Verein meldet. Endlich konnte die Miss Deaf geehrt werden. Es war Maria Breit aus Köln. Als zweite folgt ihr Beatrice Müller aus Geseke und als dritte Sandra Wehmeier aus Bad Meinberg. Zum Ende der Kultur- und Sportgala kamen die Vorstandsmitglieder des Kugepu und ihre Helfer auf die Bühne und freuten sich sehr über die gelungene Kultur- und Sportgala. Auch Jürgen Schlechter und Simone Fischer bekamen den Preis für die erfolgreiche Moderation. Als Ausklang tanzten viele – sogar mit Tobias Kramer – auf der Bühne bis zum Morgengrauen.

Ralf Kirchhoff

Vorstellung der Gebärdensprachdolmetscher aus OWL am 19.06.2011

Am Sonntag, den 19. Juni 2011 sind wir nach Paderborn ins Gehörlosenzentrum gekommen und haben uns vorgestellt. 4 von 8 Dolmetschern aus OWL waren dort. Wir hatten eine Präsentation vorbereitet und hatten viel zu erzählen und zu erklären. Die wichtigsten Punkte wollen wir hier nochmal auflisten. Wir haben die Aufgabe, die Kommunikation zwischen Gehörlosen und Hörenden sicherzustellen. Dabei wird von DGS/LBG in Lautsprache gedolmetscht und umgekehrt. Wir haben eine Ausbildung oder ein Studium mit Abschlusszertifikat oder Diplom gemacht. Daran kann man einen „richtigen“ Dolmetscher erkennen. Wir möchten Gehörlosen Mut machen, sich das Abschlusszertifikat zeigen zu lassen. So kann der Gehörlose sicher sein, dass er einen ausgebildeten Dolmetscher bestellt. Wichtig ist auch, dass wir Dolmetscher in einem Fachverband Mitglied sind und damit unterschreiben, dass wir die Berufs- und Ehrenordnung befolgen. Was heißt das? 5 wichtige Punkte müssen wir befolgen. Wir haben Schweigepflicht, müssen neutral und unabhängig dolmetschen (ohne eigene

Meinung; nur das, was gesagt wird). Wir arbeiten gewissenhaft. Das bedeutet, wir nehmen nur die Aufträge an, die wir auch dolmetschen können. Hat ein Gebärdensprachdolmetscher noch keine Erfahrung im Bereich Medizin, Gerichtsverfahren usw. muss er den Auftrag ablehnen. Ein sehr wichtiger Punkt ist, dass wir professionell arbeiten, also regelmäßig Fortbildungen besuchen und unsere Kenntnisse immer wieder auffrischen.

Danach ging es um den Unterschied zwischen Sozialarbeiter/Sozialpädagoge (arbeitet in der Beratungsstelle/im Integrationsfachdienst) und Gebärdensprachdolmetscher. Sozialarbeiter/Sozialpädagoge in der Beratungsstelle

– haben im Studium Gesetze, Verwaltung, Beratung und Gespräche mit Hilfebedürftigen führen usw. gelernt
– helfen bei Problemen, Anträgen, Briefverkehr
– kennen die zuständigen Ämter
– kennen die Sozialgesetze
– Beratung ist kostenlos

Gebärdensprachdolmetscher machen das nicht!

Sozialarbeiter/Sozialpädagoge im Integrationsfachdienst
– haben im Studium Gesetze, Verwaltung, Beratung und Gespräche mit Hilfebedürftigen führen usw. gelernt
– helfen bei Problemen in der Firma
– helfen bei der technischen Ausstattung am Arbeitsplatz
– bestellen Dolmetscher für Fort- und Weiterbildungen
– Beratung ist kostenlos

Gebärdensprachdolmetscher machen das nicht!

Gebärdensprachdolmetscher
– haben im Studium die Gebärdensprache gelernt
– haben gelernt, was Gehörlosenkultur ist, wie Gehörlose aufgewachsen sind
– haben Techniken gelernt, wie man von DGS/LBG in Lautsprache übersetzen kann („voicen“)
– haben Techniken gelernt, wie man von Lautsprache in DGS/LBG dolmetscht
– haben Inhalte der Berufs- und Ehrenordnung gelernt
– haben gelernt, wie man im Team (2 Dolmetscher, Doppelbesetzung) arbeitet

Das sind also zwei völlig verschiedene Berufsbilder! Wenn ich als Gehörloser ein privates Problem habe, z.B. einen Brief nicht verstanden habe, Antrag auf Kindergeld stellen möchte, usw.: zur Gehörlosen-Beratungsstelle gehen Wenn ich als Gehörloser ein Problem in der Firma habe, z.B. wissen die Kollegen nichts über Gehörlosenkultur oder der Gehörlose weiß zu wenig über die Hörendenkultur, es fehlt ein Lichtsignal oder Vibrationsalarm am Arbeitsplatz usw. – dann sollte der Gehörlose oder der Arbeitgeber Kontakt zum Integrationsfachdienst aufnehmen. Wenn ich als Gehörloser Kontakt zu einem Hörenden aufnehmen muss, kann ich einen Gebärdensprachdolmetscher bestellen. In diesen Bereichen gibt es einen gesetzlich geregelten Kostenträger, ich als Gehörloser muss nichts dazu bezahlen:

– Arbeitsleben = Integrationsamt oder Arbeitsamt
– medizinischer Bereich (Arzt / Krankenhaus) = Krankenkasse/Krankenhaus
– Polizei / Gericht =Gerichtskasse
– Behörden/Ämter = Bundesbehörde / Kommunalbehörde
– Studium = Sozialamt / Landschaftsverband
– evangelische Kirche = DAFEG (dt. Arbeitsgemeinschaft für ev. Gehörlosenseelsorge)

In diesen Bereichen gibt es keinen gesetzlich geregelten Kostenträger, ich als Gehörloser muss dann privat bezahlen.
– Rechtsanwalt (Ausnahme kann sein, wenn es eine Rechtsschutzversicherung gibt oder Antrag auf Gerichtskostenbeihilfe gestellt wurde)
– Schule/Kindergarten (jede Stadt macht es anders. Kontakt zur Beratungsstelle aufnehmen und nachfragen. Ansonsten Jugendamt fragen oder das Familienzentrum)
– spezielle Therapieformen, die die Krankenkasse nicht bezahlt
– z.B. Heilpraktiker
– Wohnungsbesichtigung, Gespräch bei der Bank, allgemein privater Bereich Wie bestelle ich einen Gebärden- sprachdolmetscher?
– wenn möglich 2-3 Wochen vorher ein Fax, eine SMS oder eine Mail schicken, im Notfall natürlich immer  irekt den Dolmetscher anfragen!
– Information geben, wo wir dolmetschen sollen (z.B. Arztname, Adresse, Datum, Uhrzeit)
– am besten ist es, wenn wir für den Gehörlosen den Termin vereinbaren. Dann haben wir auch immer Zeit! Zum Schluss noch ein paar Tipps für die Dolmetschsituation:
– der Gehörlose stellt den Dolmetscher vor
– der Gehörlose sollte immer nachfragen, wenn etwas nicht verstanden wurde
– der Gehörlose sollte auch zum Hörenden Blickkontakt aufnehmen, das ist höflich
– der Dolmetscher fragt den Gehörlosen oder den Hörenden, wenn etwas nicht verstanden wurde
– der Dolmetscher steht/sitzt am besten immer neben dem hörenden Sprecher
– der Dolmetscher steht/sitzt nicht am Fenster
– es ist hell genug im Raum 

Für weitere Informationen einfach mal hier schauen:

www.gsd-nrw.de
(Berufsverband der Gebärdensprachdolmetscher NRW)

www.sichtbar-bielefeld.de
www.konexus.de
www.gsd-landmann.de
www.gsd-grossmann.de

8. Fachtagung des Netzwerkes der Stadtverbände der Gehörlosen

Am 7. Januar 2011 kamen Alexander Arzberger und Ralf Kirchhoff zur Fachtagung des Netzwerkes der Stadt-verbände der Gehörlosen zum Hotel Hainstein in Eisenach. Das Hotel liegt sehr schön gelegen. Wir konnten von dort die Wartburg sehr gut sehen. Nach der Begrüßung erzählte der Referent, Rudi Sailer, 1. Vorsitzender des Netzwerks, wie es Gehörlose geschafft haben, sich zur sozialpolitischen und kulturellen Interessenvertretung der tauben Mitmenschen zu entwickeln. Jetzt können wir die gleichberechtigte Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben erhoffen und Schritt für Schritt ermöglichen. Weiterhin betonte Rudi Sailer die Wichtigkeit der Jugend, die unsere Zukunft ist. Von jung bis alt können wir den Fortschritt weiter sichern Cornelia von Pappenheim, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim DGB, erklärte die Aufgabe des Deutschen Gehörlosenbundes und informierte, dass die Bundesgeschäftsstelle ihr Büro von Hamburg nach Berlin verlegt hat und die Medienzentrale in München eröffnet worden ist. Die direkte Verbindung zwischen dem Bundes- ministerium und unserer Bundesgeschäftsstelle in Berlin erleichtert die Arbeit des Deutschen Gehörlosenbundes.

Eine gemeinsame Pressekonferenz mit den Bundesministern Ursula von der Leyen (Arbeit und Soziales) und Thomas de Maizière (Inneres) zur Verbesserung der Zusammenarbeit war im April 2010 möglich. Auch die Konferenz der EUD (Europäische Deaf-Union) im November 2010 in Brüssel, über die gemeinsame Resolution von 27 EU-Mitgliedsverbänden einschließlich 3 Nichtverbänden und über die Erklärung zur gesetzlichen, europaweite Anerkennung der Gebärdensprache sind weitere Informationen der Referentin von Pappenheim. Stefan Keller, der junge Geschäftsführer des Landesverbandes der Gehörlosen Hessen, referierte über die Fundraising (Kapitalaufbringung), die sehr wichtig für das Fortbestehen der Vereine und Verbände ist. Er erläuterte den Einsatz aktueller Werbemethoden zur Anschaffung von Geldspenden für gemeinnützige Zwecke. Stefan Keller empfahl uns am Ende seines Vortrags, dass wir uns über die Vision und Mission, das Leitbild der Organisation, völlig im Klaren sein und damit eine sinnvolle, anpassende Strategieplanung sowie eine überzeugende Planung von Taktik und operative Umsetzung von Maßnahmen verfolgen sollen. Christina A. Benker, die junge Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Netzwerk, gebärdete über Rechte und Beteiligungs-möglichkeiten von Verbänden in Gerichts- und Beschwerdeverfahren zum Diskriminierungsschutz. Viele gehörlose Menschen lassen sich in Diskriminierungsfällen sehr viel gefallen, was künftig nicht mehr sein soll. Deshalb rief sie alle Stadtverbände dazu auf, dass sie die Fälle akkurat dokumentieren (auch nach Wunsch anonym) und diese an die Landesverbände weiterleiten, damit diese darin einen Handlungsbedarf sehen. Das Opfer muss keine Beweise vorlegen, sondern die, die die Menschen diskriminiert haben. Thomas Wartenberg, Sozialpädagoge beim Sozialdienst von GMU, schlug uns neue Möglichkeiten bezüglich Dienstleistungs-angebotenin Verbänden vor. Es gibt neuartige Begriffe, z. B. Inklusionsassistenz. Das in Kraft getretene SGB IX hat diese Perspektive unter Einfluss der UN-Behindertenrechtskonvention eröffnet. Wir müssen diese Chance ergreifen. Viele Behörden wissen oft nichts davon, und wir müssen sie darauf hinweisen, damit wir uns durch- setzen können. Elke Menges aus Frankfurt/Main und Stephan Strasser aus München stellten uns das Kommunikationsquadrat und die Kommunikationsstrategie mit dem 4-Ohren-Modell vor, wobei das Publikum aktiv mitwirkte. Ebenfalls im Workshop machten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer so sehr mit, dass ihre Köpfe rauchten. Es gab 3 verschiedene Gruppen zu folgende Themen:

1. Alle Förderschulen sollen geschlossen werden, wie wehren wir uns dagegen?
2. Welches Wort soll statt „hörgeschädigt“ benutzt werden?
3. Was soll das Netzwerk in den nächsten 5 Jahren erreichen? Zum Schluss einigten sich die Anwesenden für das  Motto für 2011:

„Starke Gebärdensprache – Mehr Empowerment – Volle Teilhabe“

und so verabschiedete sich das gesamte Team vom Netzwerk, auf ein Wiedersehen beim Städtetag in Bremen, der vom 6.-8. Mai 2011 stattfinden wird.

Ralf Kirchhoff

Kalender

Dezember 2018
M D M D F S S
« Nov    
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Archiv