Termine

Geplante Veranstaltungstermine 2018

15. Dezember:

10. Jahresabschluss-Feier mit Nikolaus

(25 Jahre – Blickpunkt)

 

 

Geplante Veranstaltungstermine 2019

 

16. März

Kulturtag in Osnabrück

 

 

28. November –  01. Dezember

Gruppenreise mit Bus nach Brüssel EUD

und Weihnachtsmarkt

 

 

Termin noch offen: 

10 Jahre Kugepu in Paderborn

Flughafen in Paderborn/Lippstadt

Führung und Rundflug

-KUGEPU-

Jahresarchive: 2012

Deaf Jam am 26. November

Jahresabschlussfeier

Zur Anmeldungsformular

Kurs: Erstellen einer Webseite

Politikvortrag am 29.10.12

200 Gebärden am 11. November

200Gebärden – Anmeldeschein

Sommerfest am 08. September 2012


   

Wer vorher wandern möchte, ist der Treffpunkt um 10 Uhr am Bahnhof Altenbeken.
Beispiel Abfahrt in Paderborn:

Hauptbahnhof Paderborn 09.42 Uhr Abfahrt auf Gleis 2 mit ERB90093 (eurobahn) bis Altenbeken Bahnhof Ankunft um 09.53 Uhr.
Wer von woanders kommt kann sich selbst unter http://reiseauskunft.bahn.de/bin/query.exe/dn?SADR=1&ZADR=1 informieren.

Sign (Flash) Mob Paderborn am 25. August

Paderborner Gebärdensprachstammtisch startet Sign Mob!
Wir laden ein zu einem Sign Mob in Paderborn. Wann? Am 25.08.12 an der VHS Paderborn, Marienplatz 11a. Alle weiteren Informationen können dem YouTube Video unter folgender Adresse entnommen werden: Sign Mob Paderborn.
Wir freuen uns, euch dort zu sehen!

Stadt Paderborn und Bildungsfahrt

ABGESAGT aufgrund geringer Teilnehmerzahl…

Samstag, 23. Juni 2012

Stadtrundgang durch Paderborn mit Führung und Gebärdensprachdolmetscher
Die Führung
„Geschichten aus dem Alten Paderborn“
dauert mit Gebärdensprachdolmetscher ca. 2 Stunden und verläuft über folgende Stationen:
Dom, Kaiserpfalz mit Bartholomäus Kapelle, das Paderquellgebiet,
das Rathaus und einige weiterer Kirchen, Klöster und Gebäude.
Die Geschichte und auch die Gegenwart kommen natürlich nicht zu kurz.
Es können maximal bis 25 Personen wegen einer geschlossenen Gruppenführung angemeldet werden.
Bei evtl. Übernahme der Kosten durch die Sponsoren bzw. Stiftungen und nach Anzahl der Anmeldungen
wird der Eigenmittel pro Mitglied 5,- € kosten und pro Nichtmitglied 7,- € erhoben.
Diese Kosten werden so niedrig und ohne Gewinn gehalten.

mehr ist in der Anlagen zu lesen…

Stadtrundgang Paderborn
Bildungsfahrt Bolton
Anmeldung Stadt PB und Bildungsfahrt England

Herzlich Willkommen…

„Geschichte, Kultur und Geschichte Gehörloser in Brasilien“ – Vortrag von Cristiana Erthal am 14. Januar 2012

Bei den Planungen für die Kugepu-Veranstaltungen für 2012 im Dezember 2011 kam Jens Gebert mit einer Idee, eine „gehörlose“ Frau aus Brasilien einzuladen, die über das Leben der Gehörlosen in Brasilien vortragen könnte. Nur im Januar war das möglich, da die Frau nur eine bestimmte Zeit zu Besuch in Deutschland war. Nach kurzfristiger Vorbereitung konnte am Nachmittag des 14. Januar 2012 Cristina Erthal zur einigermaßen gut besuchten Veranstaltung im Hörgeschädigtenzentrum in Paderborn kommen. Mit ihr kamen ihre Schwester und einige Freunden, die sie beim Vortrag unterstützten, wenn ihr deutsche Begriffe entfielen. Sie ist jedoch hörend, aber benutzt die internationale Gebärden sehr gut, wobei einige schöne, brasilianische Gebärden vorbeikommen. Sie ist Förderschullehrerin und ehrenamtlich seit 6 Jahren im Gehörlosenverband von Groß-Florianópolis (Namensgebärde: große, geschwungene Brücke). Wie ihr Familienname bereits sagt, kommen ihre Vorfahren aus Deutschland. Die Einwanderung von Deutschen nach Brasilien begann ungefähr 1818, und die Einwanderer nahmen viele deutsche Traditionen mit, z. B. Oktoberfest, Fachwerkhäuser etc. Die Bevölkerung Brasiliens beträgt 191 Millionen. Davon sind 24,5 Millionen behindert. Wiederum zählen davon Hörbehinderte 4,6 Mio. und daraus wird eine Zahl von 1,1 Millionen Gehörlose hergeleitet. 1855 kam in Brasilien Eduardo Huet, ein aus Paris kommender, gehörloser Lehrer, mit Erfahrung und Masterstudiengängen in Paris, auf Einladung des Kaisers Pedro II. von Brasilien an – und zwar mit der Absicht, eine Schule für gehörlose Menschen zu gründen. Bereits 2 Jahre später wurde die erste Schule für Gehörlose in Rio de Janeiro gegründet, das „Imperial Instituto dos Surdos-Mudos“ (etwa: Kaiserliches Institut der Taubstummen), heute „Instituto Nacional de Educação de Surdos”– kurz: INES,, (etwa: Nationales Institut für Erziehung und Bildung Gehörloser). 1875 veröffentlichte ein ehemaliger Student der INES, Flausino José da Gama, mit 18 Jahren die „Ikonographie von denen Zeichen der Taubstummen“, das erste Wörterbuch über die Gebärdensprache in Brasilien. Auch die Beschlüsse des Mailänder Kongresses (1880), dass der orale Unterricht bei den Gehörlosen ausschließlich stattzufinden hatte, kamen nach Brasilien. Gehörlose Lehrer konnten nicht mehr an der Schule weiterarbeiten und die Gebärden-sprache unterrichten. Über 100 Jahre später erreichten 2002 die gehörlosen Brasilianer nach langem Kampf die offizielle Anerkennung der brasilianischen Gebärdensprache (Libras = Lingua brasileira de sinais). Jedoch garantierte dies nicht die volle Gleichberechtigung der Gehörlosen. Der Kampf ging weiter, und die Tauben haben Kampagnen in mehreren brasilianischen Städten organisiert. Cristiana Erthal zeigte auch schöne Bilder von einer sehr großen Gehörlosenbewegung in Brasilia, der Hauptstadt von Brasilien. Das Ziel dieser Bewegung in Brasilia war die Verteidigung der öffentlichen zweisprachigen Schule für Gehörlose, wo die brasilianische Gebärdensprache (Libras) die Unterrichtssprache sein sollte. Das auf diesem Weg gestaltete Konzept für den Unterricht von Gehörlosen beinhaltet die Erlernung folgender Sprachen: Erstsprache Libras und Zweitsprache Portugiesisch (Lesen und Schreiben). Auch die Bildung von Gehörlosen wird in mehreren Schritten verbessert. So wurde in mehreren Schulen Gebärdensprachdolmetscher im Rahmen des gemeinsamen Unterrichts von gehörlosen Kindern mit hörenden Kindern eingesetzt. Cristiana Erthal zeigte ein Bildbeispiel aus dem Jahr 2005, in dem eine Gebärdensprachdolmetscherin in einer Schule für Indianer-Kinder arbeitete. In den folgenden Jahren vollzieht sich eine positive Entwicklung im Bereich der Beschulung Gehörloser: Es ist möglich, gemäß der brasilianischen Richtlinien für das Lehramt „Diplom“ für Libras/Brasilianische Gebärdensprache/ Sprache und Literatur oder Bachelor für Gebärdensprachdolmetschen. Es hat 2006 begonnen – mit der Ausbildung verteilt auf 15 verschiedene Orte in ganz Brasilien. Bereits 2008 konnten Bachelorabschlüsse in den Kursen Libras/Sprache und Literatur von der Bundesuniversität von Santa Catarina (Universidade federal de Santa Catarina = UFSC) aus koordiniert werden. „Letras“ (=Sprache und Literatur) ist ein grundständiges Studium, das für Menschen, die

über irgendeine Sprache (nicht nur lernen, diese Sprache sprechen, aber eigentlich seinen Ursprung Lernen) lernen wollen gedacht ist. „Letras (Sprache und Literatur) – Libras (Brasilianische Gebärdensprache) ist ein Kursangebot einiger Universitäten – mit dem Ziel, die brasilianische Gebärdensprache den Schülern zu vermitteln. Neben dem Erlernen der Sprache lernt der Student die Linguistik, Phonetik, Semantik, Phonologie sowie Grammatik. So absolvierte ein Student in „Letras – Libras“ Kurse in der brasilianischen Gebärdensprache, um Kinder oder Erwachsene unterrichten zu können. Schon jetzt gibt es über 500 diplomierte Lehrer für Libras, die den Kindern die Gebärdensprache in Schulen vermitteln werden. In Brasilien müssen die Studenten für Logopädie und Sprachtherapie in ihrem Lehrplan in der brasilianischen Gebärdensprache ausgebildet werden. Um in diesen Kurs aufgenommen zu werden, müssen Studenten ein Video in der brasilianischen Gebärden-sprache als Voraussetzung dafür erstellen. Weitere Infos gibt es (allerdings auf Portugiesisch) bei: http://www.libras.ufsc.br Der Ehemann von Cristiana Erthal, Valdir Stumm Jr. Verwaltet die Website des Gehörlosenverbandes von Groß- Florianópolis und ist dabei, als erster Professor für Informatik die erste Technische Hochschule für Gehörlose in ganz Lateinamerika mit zu entwickeln. Dieses Jahr bietet die Hochschule 32 Plätze in den Kursen Materialien für Gebärdensprache und Portugiesisch an. Somit werden künftig mehr gehörlose Lehrer ausgebildet. In Brasilien werden die gehörlosen Menschen weiter für das Recht auf eine zweisprachige Schule kämpfen, wo die Lehrer fließend Libras beherrschen.

Verschiedene Websites in Bezug auf Gehörlose in Brasilien:

Während des Vortrags von Cristina Erthal durften Fragen, z. B. Namensgebärde für Florianópolis gestellt werden, die die junge Frau sehr gern beantwortete. Alexander Arzberger, 1. Vorsitzender, dankte ihr und ihren Helfern sehr für das Kommen nach Paderborn und den überaus interessanten Vortrag. Außerdem bekam sie ein kleines Dankeschön von den allen Zuschauern gespendet.

Ralf Kirchhoff

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